Brandenburg und das Oktoberfest

Man könnte sich fragen, warum man in Brandenburg das bayerische Oktoberfest feiert, handelt es sich doch um eine Tradition zu Ehren der Verlobung des damaligen Kronprinzen von Bayern, Ludwig von Bayern (der spätere Ludwig I) mit Therese Charlotte Luise Friederike Amalie von Sachsen-Hildburghausen.

Da es schwierig ist zu glauben, daß man ein traditionelles Fest ohne Tradition, also grundlos begeht, muß es da doch eine Verbindung geben, oder? Und siehe da: Ohne uns Brandenburger würde es auch kein Oktoberfest geben. Und das hat weniger mit der eher kurzen Zeit der Herrschaft der Wittelsbacher in Brandenburg zu tun (1323-1373, 3 Markgrafen) – wir erinnern uns: Der letzte Wittelsbacher auf Brandenburgs „Thron“ hatte den Beinamen „der Faule“. Nein, das, was uns Brandenburger mit dem Oktoberfest verbindet greift nicht ganz so weit in die Vergangenheit zurück. Des Rätsels Lösung liegt in der Genealogie des Brautpaares.

Der Bräutigam:

Ludwig von Bayern (1786-1868) war Sohn von

Maximilian I. Joseph von Bayern (1756-1825), König von Bayern, Sohn von

Maria Franziska von Pfalz-Sulzbach (1724-1794), Tochter von

Elisabeth Auguste Sofie von der Pfalz (1693-1728), Tochter von

(Prinzessin) Luise Charlotte Radziwill (1667-1695), Tochter von

(Fürst/Herzog) Bogusław Radziwiłł (1620-1669), Sohn von

Elisabeth Sophie von Brandenburg (1589-1629) Tochter von „tada“

Markgraf und Kurfürst Johann Georg von Brandenburg (1525-1598), ein Hohenzoller

Unser Markgraf und Kurfürst Johann Georg ist also der

Ur-ur-ur-ur-urgroßvater (5 x „Ur“)

von Ludwig von Bayern. Ergo: Ohne den Brandenburger Markgrafen Johann Georg auch kein Ludwig von Bayern!

…..aber das ist noch nicht alles.

Die Braut:

Therese Charlotte Luise Friederike Amalie von Sachsen-Hildburghausen. (1792-1854) war die Tochter von

(Herzog) Friedrich von Sachsen-Hildburghausen (1763-1834), Sohn von

Ernestine Auguste Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach (1740-1786), Tochter von

Sophie Charlotte von Brandenburg-Bayreuth (1713-1747), Nachtijall, ick hör dir trapsen, Tochter von

Georg Friedrich Karl von Brandenburg(-Kulmbach)-Bayreuth (1688-1753), Sohn von

Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach (1671-1708), Sohn von

Georg Albrecht von Brandenburg-Kulmbach (1619-1666), Sohn von

Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655) Sohn von „tada“

Markgraf und Kurfürst Johann Georg von Brandenburg (1525-1598)

Unser Markgraf und Kurfürst Johann Georg ist also der

Ur-ur-ur-ur-ur-urgroßvater (6 x „Ur“)

von Therese Charlotte Luise Friederike Amalie von Sachsen-Hildburghausen. Ergo: Ohne den Brandenburger Markgrafen Johann Georg auch keine Therese Charlotte!

Tja, und ohne Therese Charlotte und Ludwig auch kein Oktoberfest. Wie viele Brandenburger Markgrafen benötigt man für die Erstellung eines bayerischen Thronfolgerpaares? Richtig! Einen! 😉

Ein Hoch auf Johann Georg von Brandenburg! Mögen es wieder schöne Oktoberfeste werden. Erntedank oder Schlachtefest war früher, da hatten wir die Verbindung zu unserem Markgrafen noch nicht auf dem Schirm!

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Heimat

Nachfolgend einige Gedanken zum Heimatbegriff. Ursprünglich war das mein Kommentar zu einem verlinkten Artikel der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Brandenburgs auf Facebook. Verlinkt wurde dieser Artikel: Unsere Heimaten

Den Kommentar habe ich dann dort aber wegen seiner FB-untypischen Länger wieder gelöscht und lediglich hierher verlinkt.

Eingeleitet wurde der Artikel „Unsere Heinaten“ so:

„Was ist das eigentlich, Heimat? Damit die Heimat eine Zukunft haben kann, muss sie aus dem engen Korsett der Herkunft befreit werden, meint Jutta Allmendinger „

Mein Kommentar:

„Damit die Heimat eine Zukunft haben kann, muss sie aus dem engen Korsett der Herkunft befreit werden, meint Jutta Allmendinger“ – Dem stimme ich hundertprozentig zu, halte aber den dazu verlinkten Text für nicht hilfreich, eher kontraproduktiv.

Im Artikel werden meiner Meinung nach gleich zwei beliebte Kardinalfehler begangen.
Zum einen wird der Ursprung des „herkunftsbezogenen“ Heimatgefühls falsch verortet. Dieser lag nicht in der Nazizeit. Der auch aus meiner Sicht „falsche“ Heimatbegriff trug dazu bei, den Nationalsozialismus zu ermöglichen. Die Nazis trieben es dann nur auf die Spitze.

Dieser Heimatbegriff hat seinen Ursprung in der Mitte des 19. Jh. Damals wuchs in ganz Europa das nationale Denken. Das war sogar etwas durchaus fortschrittliches. Es führte letztendlich zum Ende des Absolutismus in Europa und zu einer gewissen Demokratisierung und auf dem Gebiet, das heute als Deutschland bezeichnet wird zur Reichseinigung 1871. Aus dieser Zeit stammt der heutige Heimatbegriff und wurde dann aber rechtbald häßlich, da er sich eben auch hervorragend zur Manipulation und Steuerung für die Intressen einiger Weniger eignete, und den Bürger zu willigen Handlangern, voll falschen patriotischen Feuers degradierte. Dies gelang, weil dieser neue Heimatbegriff eben nur von künstlichen, quasi frei konfigurierbaren Etiketten ohne tatsächlichen Bezug zum vor Ort Greif- und Begreifbaren definiert wurde.

Für den zweiten Fehler halte ich die Zuordnung von Affinitäten unter die Überschriften „bildungsreich“ und „bildungsarm“. Dies folgt im Grunde dem gleichen Schema, wie das aufkommen des kritisierten Heimatbegriffs im 19. Jh. Als modern und gebildet galt, wer national dachte. Die „Bauern“ auf dem Lande, welche statt Hochdeutsch ihre Mundart pflegten und denen ihre Scholle näher war als die Idee eines geeinten Deutschen Reiches, waren das dumme Pack. So ist also nicht auszuschließen, daß einige sich ihren Heimatbegriff weniger aus Überzeugung, sondern vielmehr als Beweis für die vermeintliche Zugehörigkeit zu einer besseren Schicht aneigneten. Man war auf der Seite der Fortschrittlichen, keiner möchte gern altbacken oder ungebildet wirken.

Jemand der heute einen Abschluß in Jura oder BWL hat, mag intelligent, schlau, strukturiert sein und bei entsprechender Anstellung auch zur wirtschaftlichen Oberschicht gehören; aber dies hat etwas mit Ausbildung zu tun, ist aber noch nicht das, was Bildung eigentlich ausdrückt.

Wenn man Menschen in dieser Frage also mit den eigentlich an dieser Stelle falsch verwendeten Begriffen als „bildungsreich“ und „bildungsarm“ klassifiziert, verhärtet man Fronten, anstatt eine diese aufzuweichen befähigte Erklärung der Umstände abzugeben. Es ist überflüssig und schadet nur, also lassen wir das. In bestimmten Schichten sind bestimmte Bekenntnisse einfach eher opportun, daher werden sie vornehmlich abgegeben, nicht zwingend aus Überzeugung, „oben“ wie „unten“ – meine ich zumindest.

Gerade wir Brandenburger können auf einer Historie zurückblicken, die dem geforderten Heimatbegriff viel näher ist, als es viele Brandenburger bisher wahrhaben wollen. Wir sind seit jeher ein Einwanderungsland, eine bunte Promenadenmischung aus Menschen aller Herren Länder. Diese Einwanderer wurden über die Region in der sie lebten miteinander verbunden und somit zu Brandenburgern. Daß „jeder nach seiner Facon“ selig werden solle, mag zuerst vom Alten Fritz überliefert sein, ist aber im Prinzip schon deutlich länger Maxime dieses Landstrichs und auch etwas, mit dem man identitätsstiftend arbeiten könnte.

Brandenburger, später dann auch Preuße, wurde man schon immer nicht nur durch Geburt, sondern auch durch Bekenntnis. Das ist etwas, das der herkunftsbezogene Heimatbegriff überhaupt nicht zuläßt. Zu diesem Selbstbewußtsein gehört dann in letzter Konsequenz aber auch, daß allein schon aus den Ursprüngen und der Ableitung des jeweiligen Heimatbegriffes nachstehende Aussage überhaupt nicht diskriminierend ist, sondern eher die Lösung eines gedanklichen Knotens:

Kann jemand, der, egal woher, hier her kommt, sei es durch Einwanderung oder aufgrund von Asyl, Deutscher werden? Nein, das verbietet schon der dem „Deutschsein“ zugrunde liegende Heimatbegriff! Kann er Brandenburger, werden? Ja selbstverständlich, wenn er es möchte!
Ich halte es für zum Scheitern verurteilt, wenn man versucht sich weiterhin an nationalstaatliche Begriffe zu klammern und diese lediglich neu definieren möchte. Das wird bei Menschen, die von diesen Begriffen nicht ablassen wollen immer zu Widersprüchen führen. Es ist der Versuch einen Löwen zum Vegetarier zu machen. Das mag eine zeitlang gut gehen, aber dann bricht irgendwann das Verlangen nach Fleisch wieder aus. Also lösen wir uns von diesen Begriffen und etablieren dafür einen Heimatbegriff in dem die nationale Ebene nur noch Verwaltungseinheit ist aber keine sinnstiftende Rolle mehr spielt. „Nation ist Fiktion – Region ist Heimat“.

Auch eine weitere, beliebte Erscheinung sollten wir auf den Müllhaufen des Diskurs´ werfen. Die reflexartige Empörung, wenn jemand der anders aussieht, nach seiner „ursprünglichen“ Herkunft gefragt wird. Ganz schlimm ja, wenn derjenige auch noch hier geboren wurde. Da gibt es dann „Betroffene“ und Sympathisanten, die in schöner Regelmäßigkeit deswegen in Rage geraten. Warum?

In echten Einwanderungsländern, wie zum Beispiel USA oder Großbritannien – beides keine ethnischen Nationen sondern Willens-/Verfassungsnationen – ist die Herkunft der Vorfahren zu betonen eine durchaus stolze Angelegenheit und danach zu fragen, zeugt vom Interesse am Gegenüber oder einfach nur von Neugier, was auch nichts Schlimmes ist. In den USA ist man in Bewegungen wie den Irisch, Polish, German, Italian Origns organisiert und definiert sich in Teilen auch darüber. Es stört keinen, es ist kein Makel, es ist normal und man ist trotzdem Amerikaner (Verfassungsnation) ohne irgendeinen Zweifel. In ethnisch definierten Nationen geht das eben nicht so einfach, aber da haben wir ja hier den enger gefaßten Heimatbegriff und mit dem geht das dann auch wieder.

Also ja! Mehr Heimat, mehr Identität, viel mehr Region – in unserem Falle – mehr Brandenburg (in Europa) wagen! Dann erledigt sich der Nationalismus von selbst….

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Herzlichen Glückwunsch Brandenburg!

Auch wenn es bedauerlicherweise sonst kaum einer auf dem Schirm hat, Brandenburg hat heute, am 11. Juni, Geburtstag – den 862. Also liebes Heimatland: Alles Gute und feier schön!

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Infos zum Thema auf diesen Seiten 2015

Infos zum Thema auf diesen Seiten 2015/2

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Parität und so….

In Brandenburg ist es ja für die übernächsten Landtagswahlen Gesetz, daß die Kandidatenlisten paritätisch nach den Geschlechtern männlich und weiblich besetzt werden sollten. Dafür gestimmt haben im Brandenburger Landtag die Fraktionen von SPD, DIE LINKE und B´90/GRÜNE.

Also wäre es doch mal interessant zu schauen, in wie weit man sich auch unterhalb der Landtagsebene ganz ohne Zwang, einfach freiwillig an eine paritätische Vorgabe hält und – viel wichtiger! – wie der Wähler das honoriert.

Hier mal exemplarisch die Betrachtung für den Kreistag Teltow-Fläming.
Am Ende des III. Quartals 2018 hatte der Landkreis Teltow Fläming 168.069 Einwohner, von denen 83.688 (49,79%) als männlich und 84.381 (50,21%) als weiblich in die Statistik einflossen. Für die Wahlberechtigten wird hier ein ähnliches Verhältnis angenommen und es wird unterstellt, daß auch jene die zur Wahl gingen, zur Hälfte männlich und zur Hälfte weiblich gewesen sein wird.

SPD

Die Kandidatenliste der SPD umfasste 66 Vorschläge, 45 Herren und 21 Damen

68,18% männliche und 31,82% weibliche Kandidaten

Von den Wähler in den Kreistag gewählt wurden 8 Herren und 2 Damen

80% männliche und 20% weibliche Gewählte

DIE LINKE

Die Kandidatenliste von DIE LINKE umfasste 58 Vorschläge, 33 Herren und 25 Damen.

56,90% männliche und 43,10% weibliche Kandidaten – also annähernd paritätisch

Gewählt wurden 4 Herren und 5 Damen

44,44% männlich und 55,56% weiblich

Hier funktioniert es. Im Vergleich zur Kandidatenliste wurden sogar überproportional viele Damen gewählt – geringfügig zwar, aber dennoch erkennbar

CDU

Die Kandidatenliste der CDU umfasste 44 Vorschläge, 38 Herren und 6 Damen.

86,36% männliche und 13,64 % weibliche Kandidaten – CDU ist entweder nichts für Damen oder sie bekamen einfach keine Mehrheiten für die Aufstellung auf den Listen

Gewählt wurden 6 Herren und 3 Damen

66,67% männlich und 33,33%weiblich

Auch hier wurden mit Bezug auf Kandidatenliste viele Damen gewählt – sogar deutlich; nichts desto weniger scheinen die weiblichen CDU-Wähler aber dennoch eine Präferenz für männliche Kandidaten zu haben oder Frauen wählen insgesamt die CDU nicht so oft.

BVB / Freie Wähler

Die Kandidatenliste von BVB/Freie Wähler  umfasste 51 Vorschläge, 32 Herren und 19 Damen.

62,75% männliche und 37,25% weibliche Kandidaten

Gewählt wurden 4 Herren

100% männlich

Tja, entweder gab es hier gar keine weiblichen Wähler oder die Wählerschaft tickt tatsächlich anders als die Gesetzesinitiatoren es sich so denken bzw. erwarten, ergo sie wählen alle falsch!

AfD

Die Kandidatenliste der AfD  umfasste 23 Vorschläge, 19 Herren und 4 Damen.

82,61% männliche und 17,39% weibliche Kandidaten (das Verhältnis ist hier sogar geringfügig besser als bei der CDU)

Gewählt wurden 8 Herren und 1 Dame

88,89% männlich und 11,11% weiblich

Das Verhältnis der Kandidatenliste wurde ungefähr auch im Ergebnis gewahrt, für ein besseres Abschneiden der Damen fehlte es aber wohl an geballter Willenskraft der erzkonservativen bis rechten weiblichen Wählerschaft. Oder, wie bei der CDU – AfD ist nichts für Damen….

BV – Bauernverband

Die Kandidatenliste des Bauernverbandes umfasste 17 Vorschläge, 11 Herren und 6 Damen.

64,71% männliche und 35,29% weibliche Kandidaten

Gewählt wurden 2 Herren

100% männlich

Wen die Bäuerin nicht kennt, wählt sie nicht? …. und die Andere macht sich immer auf unmögliche Weise an den Sohn des Gutsherren ran…., wie die schon angezogen ist…. nee, meine Stimme bekommt die nicht…. Oder wie?

Bündnis 90/Die Grünen

Die Kandidatenliste von Bündnis 90/Die Grünen umfasste 28 Vorschläge, 19 Herren und 9 Damen.

67,86% männliche und 32,14% weibliche Kandidaten. Ein erstaunlich konservatives Verhältnis für die Ideenschmiede der Parität auf den Kandidatenlisten

Gewählt wurden 2 Herren und 4 Damen

33,33% männlich und 66,67% weiblich

Das Verhältnis der Kandidatenliste wurde quasi umgekehrt.

FDP

Die Kandidatenliste der FDP umfasste 11 Vorschläge, 7 Herren und 4 Damen.

63,64% männliche und 36,36% weibliche Kandidaten. 

Gewählt wurden 1 Herr und  1 Dame

50% männlich und 50% weiblich

Sieh mal einer an!

Plan B

Die Kandidatenliste von Plan B umfasste 16 Vorschläge, 10 Herren und 6 Damen.

62,50% männliche und 37,50% weibliche Kandidaten. 

Gewählt wurden 1 Herr und  1 Dame

50% männlich und 50% weiblich

Auch hier: Sieh mal einer an!

VUB

Die Kandidatenliste der VUB umfasste 8 Vorschläge, 5 Herren und 3 Damen.

63,64% männliche und 36,36% weibliche Kandidaten. 

Gewählt wurden 1 Herr

100% männlich

Hier nicht betrachtete Listen von Gewählte bestand aus nur einem Kandidaten (Die Rangsdorfer) oder haben es mit nur 1 Kandidaten aus einer 100% männlichen Liste geschafft (DIE PARTEI)

Schlußbetrachtung

Für die hier betrachteten Parteien und Vereinigungen stellten sich insgesamt 322 Kandidaten zur Wahl,

219 männliche, 103 weibliche Kandidaten

68,01% männlich und 31,99 % weiblich

Von diesen Kandidaten wurden

38 männliche und 17 weibliche gewählt

69,09% männlich und 30,91% weiblich

Das Verhältnis auf den Listen wurde also ungefähr gewahrt, dennoch scheinen die Damen unter den Wählern nicht verstärkt die Damen der Listen gewählt zu haben. Das Angebot hätte mit Leichtigkeit eine 50/50 – Besetzung des Kreistages hergegeben. Also scheint für die Wähler das Geschlecht wohl einfach nicht der ausschlaggebende Punkt zu sein. Wenn das Geschlecht keine Rolle spielt, so sind wir doch auf dem richtigen Weg, oder?

Quo vadis Paritätsgesetz?

Kann es sein, daß die Wähler einfach schon weiter sind als die Quotenfreunde im Landesparlament? 50% weibliche Wähler und Kandidatenlisten, die locker für 50% Frauen im Kreistag getaugt hätten, haben dennoch keine Parität herstellen lassen wollen.

Quoten beseitigen keine Diskriminierung, sie geben Unterschieden lediglich eine nicht zu rechtfertigende Relevanz. Quoten ebnen keine Wege, sie heben Gräben aus! Parität auf den Kandidatenlisten ist ein programmatischer Anspruch bestimmter Parteien aber eben nicht aller Parteien und eben auch nicht aller Wähler. Jede Partei, jede Vereinigung ist frei in der Entscheidung, die Kandidatenlisten paritätisch zu besetzen und die Wählerschaft ist frei, dies in jeglicher Weise zu würdigen. Mit dem Paritätsgesetz werden quasi einige Parteien genötigt (und mit ihnen auch ihre Wählerschaft), wesentliche programmatische und ideologische Auffassungen anderer Parteien ins eigene Programm aufzunehmen. Eigentlich einer Demokratie unwürdig!

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Herzlichen Glückwunsch Brandenburg!

Auch wenn es bedauerlicherweise sonst kaum einer auf dem Schirm hat, Brandenburg hat heute, am 11. Juni, Geburtstag – den 861.

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Probier´s mal mit ´ner Minderheit!

Helle Aufregung im Land! Die Sondierungsgespräche für eine Jamaikakoalition sind gescheitert! Und Schuld daran ist die böse FDP.

Wer ein etwas länger anhaltendes Gedächtnis hat, sollte hier erste Fragezeichen sehen! Die FDP blieb sich gegenüber Programm und Wähler treu, fiel nicht um und hat dementsprechend gehandelt. Das, was ihr jahrelang vorgeworfen wurde, scheint sie nun beherzigt zu haben, wollte das Fähnchen nicht mehr nach dem Winde hängen und umfallen. Nun ist es auch nicht gut. Jene, die sie einst als Umfallerpartei beschrieben, werfen ihr nun staatspolitisches Versagen vor.

Auch die Rufe nach der SPD, daß sie sich nun bitte weitere 4 Jahre demütigen und den Kampf um ihre historische Stammwählerschaft aufgeben solle, zeigen in die gleiche Richtung und definieren die obersten drei Sorgen des deutschen Michel: Stabilität, Stabilität, Stabilität.

Welche Stabilität ist gemeint? Die, in der steten Verbesserung des Gesundheitswesens, um eine Zweiklassenmedizin zu verhindern? Die, im permanenten Kampf gegen Alters- und Kinderarmut? Die, im anhaltenden Ringen um einen Arbeitsmarkt, der Löhne hergibt, von denen jeder auch leben kann? Welche Stabilität – verdammt noch mal – ist gemeint?

Das einzige was bei Koalitionen mit parlamentarischer Mehrheit stabil ist, ist die Gewissheit, auf die Opposition im Bundestag erst mal pfeifen zu können. Kommt dann noch eine handhabbare Mehrheit im Bundesrat zustande, ist man vollends in der Stabilität angelangt.

Also was nun? Neuwahlen? Warum? So lange wählen, bis was geht?
Die Verhältnisse im aktuellen Bundestag spiegeln die aktuelle Stimmung im Land wieder. Wenn der Bürger mit dieser Stimmung klar kommen muß, warum nicht seine Vertreter und die von ihm Beauftragten im Bundestag?

Die Regelungen zum Zusammenwirken von Regierung und Parlament sehen salopp formuliert vor, daß die Regierung dem Parlament verantwortlich ist – dem gesamten Parlament. So lange ich lebe, habe ich den Bundestag nur mit „stabilen“ Mehrheiten in Erinnerung. So lange ich mich erinnern kann, schien aber auch die Regierung nur einem Teil des Parlamentes gegenüber verantwortlich und hatte von diesem Teil mangels Mehrheit nichts zu befürchten…. sprach die Opposition, wurde mit anderen geredet, Schiffe versenken gespielt oder am Smartphone gedaddelt. So sah bisher die Wertschätzung einer stabilen Mehrheit für die stabile Minderheit im Parlament aus!

Da erscheint mir das Modell einer „Minderheiten-Regierung“ doch recht charmant und auch aus demokratischer Sicht einiges bereit zu halten.
Plötzlich wäre die Bundesregierung tatsächlich dem gesamten Parlament verantwortlich. Plötzlich dürfte gegen kein durch Wahl ausgedrücktes Interesse all zu gedankenlos verstoßen werden. Mag sein, daß bei einzelnen Entscheidungen der kleinste gemeinsame Nenner zum tragen käme, etwas, was man Koalitionen ja sowieso und grundsätzlich vorwirft. Durch die zu erwartenden, wechselnden Mehrheiten, würde über die Legislatur verteilt aber dem Willen des Wählers in der Breite vermutlich deutlicher entsprochen werden können, als bei einer stabilen Mehrheit.

Man stelle sich das so vor, daß die stärkste Fraktion den Kanzler/die Kanzlerin stellt. Falsch wäre es, wenn die stärkste Partei einer Minderheitenkoalition das Kanzleramt inne bekäme. Das wäre irgendwie ergaunert. Die stärkste Fraktion im Parlament sollte diesen „Bonus“ schon bekommen,  vielleicht auch noch 2-4 „Schlüsselminister“ und der Rest bestünde aus Ministern jeglicher politischer Couleur oder gar parteilosen Fachleuten und Koryphäen.

Könne man ja mal darüber nachdenken…. besser, als einfach nur nach Neuwahlen zu rufen….

 

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Wie groß ist groß?

Heute morgen war im Radio ein Kommentar zu hören, in dem eine Journalistin verschiedene Maßnahmen anregte, um das Vertrauen in die Demokratie beim Wähler wieder zu bestärken. Neben recht überlegenswerten Vorschlägen, wie zum Beispiel ein Livestreaming der Sitzungen der Ausschüsse, kam auch wieder der hyperpopulistische Vorschlag zu überlegen, den Bundestag zu verkleinern.
Warum man der Meinung sein kann, daß der Bundestag – auch mit so vielen Abgeordneten wie nie -überhaupt nicht groß ist, soll hier kurz skizziert werden.

In absoluter Zahl mag er der größte Bundestag in der Geschichte der Bundesrepublik sein. In Relation zu dem, wofür er da ist, ist er eigentlich fast noch deutlich zu klein….

Die gesamte Bundesrepublik hat – ich runde mal ab – 82 Mio Einwohner; macht also 1 Abgeordneter auf 115.655 Einwohner.

Brandenburg entsendet 25 Abgeordnete. Bei 2,5 Mio Brandenburgern macht das 1 Abgeordneter auf 100.000 Brandenburger. In unserem Landtag kommen auf 1 Abgeordneten 28.409 Einwohner – er ist also riesig im Vergleich zum BT aber keinesfalls auch nur einen Hauch zu groß.

Zum Vergleich:

In Frankreich (577 Abgeordnete) kommen auf 1 Abgeordneten 116.118 Einwohner – Das Parlament ist dort also nur geringfügig „kleiner“ als bei uns

In den Niederlanden („150 Abgeordnete – ui wie herrlich klein“) kommen auf 1 Abgeordneten 113.333 Einwohner – es ist also geringfügig größer als der BT

Schweden (349 Abgeordnete – und, ganz nebenbei, ein Land mit recht zufriedenen Einwohnern und gleichzeitig mit einer der höchsten Steuer- und Abgaben“last“ Europas) hat 1 Abgeordneten auf 28.367 Einwohner – ein riesiges Parlament

Norwegen (169 Abgeordnete – auch ein Wohlfühlland) hat 1 Abgeordneten auf 31.361 Einwohner – im Vergleich zum BT also auch ein Riesenparlament

und selbst im zentralistischen Polen (460 Abgeordnete) kommen auf einen Abgeordneten nur 83.696 Einwohner.

Die wenigen Beispiele zeigen, daß unser Bundestag auch mit 709 Abgeordneten überhaupt nicht „groß“ ist. Die meisten Parlamente Europas haben zwar weniger Abgeordnete, sind aber gemessen an der Einwohnerzahl deutlich größer!
Wir sollten aufhören so tumb mit den Kosten zu argumentieren (das scheint der einzige Grund für den Wunsch nach Verkleinerung zu sein); eine ordentliche Demokratie darf auch etwas kosten. Die wenigsten Kosten für ein Parlament werden dort produziert, wo es keines gibt!

Je mehr Abgeordnete ich habe, desto mehr Ansprechpartner habe ich zur Auswahl. Man muß sie nur fordern, man muß in Kontakt treten…. Man muß anzeigen, daß man da ist und interessiert.  Wenn die Teilhabe mit dem Kreuz am Wahlsonntag auch schon wieder beendet ist, und man die Abgeordneten eine Legislatur lang nicht fordert/kontaktiert (Mail, Besuche im Wahlkreisbüro etc.) dann unterliegt früher oder später auch der ambitionierteste Abgeordnete dem Bezirze der Lobbyisten und hält das dann für die Wirklichkeit. Und… je kleiner das Parlament, desto einfacher die Lobbyarbeit.

Weniger Abgeordnete bedeutet auch, daß mehr Stimmen für einen Sitz nötig wären. (vorausgesetzt man überspringt die unsägliche 5%-Hürde). Ein kleinerer Bundestag würde im Effekt die größeren Parteien weiter stärken und die kleineren schwächen…

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Wir sind wieder da! – ein kurzer Einwurf

Es gab mal eine Zeit, da wurden Listen mit Namen von Leuten angelegt, die einer neuen gesamtgesellschaftlichen Bewegung und ihrem Denken kritisch gegenüber standen. Kaum einer verstand warum dieses neue Denken so schnell, so viele Anhänger fand. Unter vorgehaltener Hand kam den meisten diese Bewegung, die so gar nicht zur Alltagserfahrung paßte, eigentlich suspekt vor. Mißstände, die aufgebauscht und angeprangert wurden, waren im privaten Umfeld eigentlich noch nie beobachtet worden. Aber Vertreter dieses Denkens saßen an den wichtigen Schaltstellen vor allem in den Medien. Es war gefährlich auf den „gesunden Menschenverstand“ und einfach auf den Anstand zu verweisen, nein diese Liste zeigte auf Feinde! Und Feinde gehörten bekämpft! Aus einer eigentlichen Minderheit, die nur eine zur Ideologie verknorpelte Meinung hatte, wurde so eine vermeintlich mehrheitsfähige Bewegung und niemand traute sich dagegen zu sprechen. Es wurde denunziert und diffamiert, Existenzen beschädigt oder vernichtet. Aber es war ja in Ordnung, denn es gab ja diese Liste und kein insgeheim andersdenkender Meinungsführer würde es wagen, Einspruch gegen diese Liste zu erheben, egal wie honorig die Namen auf dieser Liste einst waren. Wendete man sich dagegen, würde man selbst schnell auf dieser Liste landen. Mit noch unabsehbaren aber irgendwie schon ahnbaren Folgen….

Diese Zeit ist jetzt!

… und dies ist eine dieser Listen: http://www.agentin.org

Einerseits ist es zum Verzweifeln. Anderseits bestätigt mich das Ganze nur in der Annahme, daß das, was sich „Deutschland“ nennt es in Konsequenz nur extrem kann. Die Mitte und der Ausgleich scheint ihm nicht gegeben. Über kurz oder lang funktioniert es nur an den Rändern. Es kann mit Freiheit und Demokratie und den damit verbundenen Rechten und Privilegien nicht umgehen. Es braucht eine einfache führende Idee, unter der dann alles subsumiert werden kann bzw. muß  und eine entsprechende Bewegung dazu. Differenzierung und Vielfalt im Denken machen ihm Angst. Vielleicht ist das ja auch ein Argument, sich von den „Großreichen“ zu verabschieden, für Dismembration und innere Erweiterung der EU. Jeglichen extremen Bewegungen würde – so meine Annahme – schlagartig der Boden unter den Füßen entzogen. Man könnte zurück zum Wesentlichen kommen und sich und seine Nachbarn einfach nur anständig behandeln. Ohne ideologischen Überbau und dogmatisches Fundament!

Nachtrag:

 Mit einigen Menschen auf der verlinkten Liste, teile ich sicherlich nicht viele Auffassungen, mit einigen nicht mal eine Idee, einige wenige würde ich sogar als durch und durch unappetitlich bezeichnen. Und doch sind für eine demokratisch-freiheitliche Gesellschaft nicht die Menschen auf der Liste das Problem, sondern die Existenz einer solchen Liste – nur darum geht es!
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Das Kreuz mit dem schönen Kreuz – Der Versuch eines anderen, eines Brandenburger Blickwinkels

Carl Hasenpflug – Potsdam, Garnisonkirche und Breite Brücke mit Blick auf das Stadtschloss, 1827

In schöner Regelmäßigkeit wird in Brandenburg über den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche berichtet und in den sozialen Netzwerken anschließend darüber diskutiert.

In den seltensten Fällen haben die Gegenargumente zum Wiederaufbau etwas mit der Finanzierung oder dem Grundverständnis einer lebens- und liebenswerten Landeshauptstadt zu tun. Nein, in der Regel sind es ideologische Begründungen, die – so sehe ich das – einer gründlichen Überprüfung allerdings kaum standhalten können, oder besser, nicht standhalten müssen (!) – Denn auch darum geht es: Bei solchen Diskussionen ist auch der Standpunkt und die eigene Grundeinstellung entscheidend. Wenn ich das ganze als „Deutscher“ diskutiere, egal, ob nun als Befürworter oder Gegner, führe ich eine komplett andere Diskussion als wenn ich die Angelegenheit als Brandenburger mit oder ohne Affinität zu Preußen betrachte.

Ich möchte die Garnisonkirche als Brandenburger diskutieren. Und natürlich ist Preußen auch ein Teil der Brandenburger Geschichte. So wie das HRR, das DR, die DDR oder die BRD auch ein Teil der Brandenburger Geschichte waren und sind 🙂 . Das Preußen Brandenburger Prägung sowie der gleichnamige Freistaat als Bollwerk der Demokratie sind bei mir positiv, das deutschnationale Preußen (das ist das, was zum Beispiel die Bayern nicht mögen) ist auch bei mir negativ besetzt.

Brandenburgisch, Preußisch oder Deutsch?

Als Brandenburger sollte man zuerst Wert auf folgende Feststellung legen:

Die Potsdamer Garnisonkirche ist kein deutsches Bauwerk, sie ist ein brandenburgisches, vielleicht auch noch ein preußisches Bauwerk. „Moment!“ möchte an dieser Stelle der eine oder andere ausrufen „Preußen ist doch seit 1701 Königreich und der Baubeginn liegt im Jahre 1730!“

Nun, die Daten mögen stimmen, aber auch hier spielt uns die rückwirkende Projektion bei der Betrachtung von Geschichte mal wieder einen kleinen Streich. Wir vergessen all zu schnell „in der Zeit“, um die es geht „zu denken“.

Friedrich Wilhelm I war 1730 der hiesige Regent und sein Titel war der folgende:
König in Preußen, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches. Einen König in Preußen gab es 1730 also seit gerade mal 29 Jahren. Und Preußen war weit, weit weg…. Hier war Brandenburg!

Unter unserem Kurfürsten und Markgrafen Johann Sigismund (Regent von 1608-1619) kamen Teile Preußens, ein Gebiet, welches wir heute als Ostpreußen kennen, in den Herrschaftsbereich der Brandenburger Markgrafen und Kurfürsten.

Markgraf und Kurfürst Friedrich III  von Brandenburg (Regent von 1688-1713) schaffte es dann, sich zum König in Preußen zu krönen. Somit war er streng genommen Friedrich III als Markgraf und Kurfürst von Brandenburg sowie Friedrich I. als König in Preußen.

Flux wurden einige Institutionen von kurfürstlich-brandenburgisch in königlich-preußisch umbenannt, was mehr auf die Eitelkeit des Regenten als auf die realen Verhältnisse schließen läßt. Preußen lag außerhalb des Gebietes des Heiligen Römischen Reiches (HRR), weit, weit weg von Brandenburg, und nur außerhalb des HRR konnte ein Fürst des HRR auch König sein. Innerhalb des HRR sollte dem Grundsatz nach, neben dem Kaiser kein Fürst auch König sein. (Ähnlich verhielt sich das mit Sachsen und der polnisch-litauischen Krone)

Die Brandenburger und die Potsdamer selbst dürften sich noch eine ganze Weile nur als Brandenburger gesehen haben, erst allmählich setzte sich die Bezeichnung „Preußen“ auch für den Brandenburger Landesteil durch. In der seltenen Literatur zum (Rand)Thema beschreibt man diesen Vorgang als relativ langsam und man gibt an, daß er erst in der zweiten Hälfe des 18. Jahrhunderts als wirklich abgeschlossen betrachtet werden kann.

Man darf also feststellen, daß die Garnisonkirche definitiv ein Brandenburger Bauwerk ist und damals für einige Menschen vielleicht auch schon ein königlich-preußisches, ganz sicher war es aber kein deutsches. An ein geeintes Deutschland war damals noch nicht zu denken und es wollte auch kaum jemand daran denken.

Wenn die Garnisonkirche Potsdam also ein Sinnbild für den deutschen Nationalismus gewesen sein kann, so wurde sie mißbräuchlich dazu gemacht. Anstatt dies nun als Beweis für die Unmöglichkeit der Garnisonkirche heranzuziehen, sollten wir Brandenburger eher darüber empört sein, wie sich der braune Mob unseres Bauwerks bedienen konnte und man bis heute auf beiden Seiten nicht davor zurückschreckt über diese Kirche als deutsches Bauwerk zu diskutieren. Wir sollten ebenso unser Entsetzen darüber zum Ausdruck bringen, daß man  heute nicht nur auf der Rechten sondern offensichtlich auch in der Mitte und auf der Linken ganz selbstverständlich so tut, als hätten die Nazis und davor die Deutschnationalen mit ihren Behauptungen und mit ihrer Inszenierung recht. Die einen um es zu feiern, die anderen um es zu verdammen – beide streiten sich um des Kaisers neue Kleider, der ja bekannlich nackt war…

Auch sollten wir es als eine Frechheit ansehen, daß sich A.H. in einer Reihe mit Friedrich dem Großen zu stellen wagte, als seine Propagandamaschinerie ihn gemeinsam mit Bismarck respektive mit Bismarck und Hindenburg abbildete und somit die Fortsetzung einer gewissen Tradition behauptete. Bismarck und Hindenburg mögen – salopp formuliert – mehr deutsch als brandenburgisch-preußisch gewesen sein, Friedrich der Große war es mit Sicherheit nicht.
Die Nazis bedienten sich eines Brandenburger Bauwerks und eines Teils seiner Geschichte um eine unhaltbare Behauptung zu suggerieren und was machen die meisten Menschen heute? Sie nehmen diesen Humbug für bare Münze und werfen es dem Gebäude vor, irgendwie schräg – der zeitgenössische Begriff dafür lautet wohl „Fake news“…. Auf diesen „Fake news“ basiert eine ganze Diskussion…. Schade!

Militarismus? 

Dann gibt es ja noch jene, die dieser Kirche den preußischen Militarismus vorwerfen und sie als Sinnbild desselben sehen. Ich tue mich seit jeher schwer, zu begreifen, was das überhaupt sein soll, der preußische Militarismus. Für das Deutsche Kaiserreich würde ich einen deutschen Militarismus annehmen können, für die DDR einen „realsozialistischen“ auch, aber für Brandenburg oder Preußen?

Der Vorwurf des Militarismus´an Preußen ist eine recht junge Angelegenheit. Christopher Clark wertet den Vorwurf des Militarismus´an Preußen übrigens als therapeutisches Preußenbild.  Er verortet den wirksamen Ursprung des Vorwurfs in der Präambel des Kontrollratsbefehls(-gesetzes) Nr. 46 zur Auflösung des Freistaates Preußens aus dem Jahre 1947 und beschreibt ihn als liebgewonnene Sichtweise, die half, etwas unbeschwerter ein Nachkriegsdeutschland aufbauen zu können. „Es waren nicht WIR, es waren DIE. Und DIE gibt es nicht mehr“. Tatsächlich mag diese Sicht auch nicht unerheblich dazu beigetragen, daß der Beginn einer wirklichen Aufarbeitung der Nazizeit noch einige Jahre auf sich warten ließ.
Daß die Auflösung nur deshalb nötig wurde, um z.B. dem auf nun britischem Territorium bereits 1946 gegründeten Land Hannover eventuell nicht in die Quere zu kommen und um sämtliche vielleicht noch folgende Gebietsveränderungen nicht durch das etwaige Vorhandensein einer juristischen Körperschaft, die sich über alle vier Besatzungszonen und die zukünftig neuen Gebiete Polens und Russlands erstreckt, zu gefährden, spielte schon damals in der Öffentlichkeit keine Rolle.

Eines war Preußen irgendwann ganz sicher; es war militärisch. Seit man nicht mehr wahllos Leute in die Armee prügelte oder dorthin übervorteilte, seit man eine Art Wehrgerechtigkeit anstrebte, war das ganze Land in „Militärbezirke“ (Kantone) aufgeteilt – seit 1733, also 32 Jahre nach „Gründung“ Preußens.
Jeder Kanton hatte aus seinen Distrikten eine gewisse Anzahl Wehrpflichtiger/Kantonisten zu stellen. Die zwielichtigen „Anwerbungen“ mit Alkohol oder Knüppel, eigentlich Zwangsrekrutierungen, waren damit passé. Aus heutiger Sicht war auch das Kantonsystem keine demokratische Angelegenheit aber im Vergleich zum abgelösten Verfahren und im Kontext der Zeit immer noch ein Fortschritt.

Und weil es sich gerade anbot, wurden in vielen Fällen auf Basis dieser ursprünglich militärischen Struktur auch anderen administratorischen Einheiten organisiert. Das Kantonsystem, also die militärische Ordnung, wurde so zur Grundlage für eine zivile Verwaltungsstruktur. Einer Struktur, die klar geregelt war, mit eindeutigen Hierarchien und Rechenschaftspflichten. Das Beamtentum wurde quasi erfunden und selbstredend war es dem bis dahin fast ungestört agierendem Landadel ein Dorn im Auge. Nicht mehr sie verfügten über Wohl und Wehe, sondern ein Apparat, das machte Korruption und Bestechung schwieriger und so verwundert es nicht, daß man gerade außerhalb Brandenburg-Preußens Stimmung gegen dieses System machte, fürchtete der Adel dort doch, durch ähnliche Maßnahmen, ebenso eingeschränkt werden zu können. Interessanterweise ist von dieser betagten, fadenscheinigen Stimmungsmache beim deutschen Michel bis heute viel hängen geblieben.

In der Zeit, um die es hier geht, stritt eine Pentarchie um die Hegemonie in Europa.

Großbritannien, Frankreich, Rußland, Habsburg/Österreich(-Ungarn) und Preußen(-Brandenburg)

In Sachen Militär nahm sich von den fünf genannten wohl keiner etwas, wohl aber in der Zahl der militärischen Aktionen. Und anders als der oft nur dahingesagte aber selten überprüfte Volksglaube war Preußen eben in vergleichsweise wenigen Kriegen verwickelt und fing noch viel weniger Kriege an (siehe auch: hier). Alles belegbar, man muß es nur berücksichtigen wollen. Aber das würde bedeuten, einfache, liebgewonnene Stereotype hinter sich lassen zu müssen.

 

Was ist eine Garnisonkirche überhaupt?

Hier erinnere ich noch einmal an das vorhin schon erwähnte „in der Zeit“, um die es geht, „zu denken“. Und da sollte man zunächst feststellen, daß sich die Menschen damals und heute in einem für die Betrachtung relevanten Punkt ganz wesentlich unterscheiden. Man war in der Regel religiös!

Die zum Dienst eingezogenen jungen Männer wurden aus ihren Gemeinden genommen und brauchten am Standort ihrer Einheit, in ihrer Garnison nun eine neue Gemeinde.  Mir scheint, daß Menschen heute, die Religion ganz grundsätzlich ablehnen, nicht bereit sind, diesen Gedankengang anzustellen. „Ich glaube nicht, also hätten die es damals auch nicht gemußt.“
Und natürlich wird es im Gottesdienst einer Garnisonkirche auch zu Beeinflussung im Sinne der Garnison und der Befehlskette gekommen sein. Aber Hand aufs Herz, welches Unternehmen der Gegenwart unternimmt nicht den Versuch, mitunter recht aufwendig, die eigene Belegschaft auf das eigene Unternehmen einzuschwören?

Auch heute noch gibt es Standortkirchen und Standortpfarrer, nur daß sie heute eher Relikt als Ausdruck der Alltagswirklichkeit sind; damals war das eben noch anders. Die Kirche war ein Gotteshaus für die gläubigen Soldaten und es war eben üblich, in die vor Ort bestehenden Gemeinden keine Unruhe durch fremde Soldaten hinein zu bringen, sondern Standortkirchen zu unterhalten.

Auch bitte ich, nicht zu vergessen, daß es gar nicht so wenige Garnisonkirchen gab und die in Potsdam also, bis auf ihre ursprüngliche Schönheit und dem späteren Mißbrauch, nicht exklusiv ist.

 

Fazit

Also, auch als Brandenburger kann man natürlich sowohl pro als auch contra Wiederaufbau sein, aber dann doch eher aus Gründen, die vielleicht im Bereich der Finanzierung zu suchen sind oder weil man der Auffassung ist, daß sich die Landeshauptstadt in eine andere Richtung entwickeln sollte.

Einer Brandenburger/preußischen Kirche gesamtdeutsches Versagen vorzuwerfen ist nicht redlich. Es gibt genügend Garnisonkirchen, die erst im Kaiserreich oder noch später – jedenfalls zu einer Zeit als Nationalismus bereits salonfähig war gebaut und geweiht wurden. Auf die Potsdamer Garnisonkirche trifft das aber nicht zu. An Deutschland als Gesamtstaat war bei Bau und Weihe noch nicht zu denken. Also ist es schon schräg in der Diskussion so zu tun, als ob das nicht der Fall wäre.

Ist man Befürworter des Wiederaufbaus, sollte man aus oben genannten Gründen allerdings auch auf den originalgetreuen Wiederaufbau bestehen. Dieser würde nicht verhindern, an die Geschichte, die dieses Haus mitmachte zu erinnern, den Mißbrauch zu thematisieren und somit vor den Folgen national(istisch)en Wahns zu warnen.

Schlußendlich wäre mir nur wichtig zu verdeutlichen, daß das, was die Nazis mit dem Tag von Potsdam behaupteten nicht taugt um irgendwas zu untersetzen. 1933 nicht die Machtübernahme und alles was folgte und heute nicht den Widerstand gegen den Wiederaufbau; daß der Vorwurf des Militarismus entweder ins Leere liefe oder aber im europäischen Vergleich seine Exklusivität verlöre (ist halt eine Definitionsfrage)

Ansonsten kann natürlich jeder aus verschiedenen Gründen für oder gegen den Wiederaufbau sein, in meinen Augen nur nicht wegen Gegenargumenten die unter den oben genannten Überschriften allzu unüberlegt aufgelistet werden.

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Land ohne Gesicht? Ein Vorschlag!

Handout Imageuntersuchung Brandenburg

Einige Tage nach dem Brandenburggeburtstag (11.06.) geisterte die als erschreckend präsentierte Erkenntnis durch die Brandenburger Presse, daß Brandenburg kein Image hätte, daß es für viele Menschen außerhalb Brandenburgs ein unbeschriebenes Blatt sei; ein Land ohne Eigenschaften.

Nun, zum Teil mag das vielleicht abzuleiten sein und stimmen, zum Teil aber auch nicht. Grund für den geschilderten Aufschrei ist das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrage der Brandenburger Staatskanzlei zum Meinungsbild über Brandenburg (oben verlinkt).

Liest man sich das Ganze aber mit der für uns typischen Brandenburger Bodenhaftung und Gelassenheit durch, so kann man an der einen oder anderen Stelle auch ein anderes Bild zeichnen und zu etwas optimistischer stimmenden Schlußfolgerungen gelangen.

Fakt ist, daß, bundesweit gesehen, Bayern das einzige Land ist, welches über ein relativ deutliches Bild (Image) bei allen anderen Bundesbürgern verfügt. Bayern? Moment! Da war doch was? Genau! Das sind die, die über ein ausgeprägtes Regional- und Heimatbewußtsein verfügen und denen die bayerische Jacke eindeutig lieber ist als die deutsche. Bayern zuerst! Dann klappt es auch mit dem Image…. darüber sollte man mal nachdenken. Das Recht auf seine regionaltypischen Eigenheiten in den Vordergrund gestellt und schon läuft es auch mit der Erkennbarkeit.
Einen vergleichbar deutliches Bild geben nur noch die Partystadtstaaten Hamburg und Berlin ab.

Weniger tragisch ist auch das Ergebnis bei einer anderen Frage dieser Untersuchung.
Es mag auf den ersten Blick befremdlich wirken, daß zwar 78 Prozent aller Westdeutschen z.B. den Spreewald kennen aber nur 38 Prozent diesen auch mit Brandenburg in Verbindung bringen. Ein jeder gehe mal in sich und sage ad hoc wo die Eifel oder die Rhön liegen…. Genau! Alles halb so wild!

In dieser Untersuchung finden sich aber auch recht bemerkenswerte Ergebnisse. So steht da zum Beispiel:

„Brandenburg-Kenner“ wissen zu diesen und weiteren Details mehr und werten zumeist im Folgenden auch (tendenziell) positiver in Bezug auf Brandenburg. Unter „Brandenburg-Kennern“ befinden sich in Relation zu den Nicht-Kennern mehr formal höher Gebildete, Männer und Personen mittleren Alters (30 bis 49 Jahre). Speziell Brandenburger Orte sind zudem bei Älteren (50+) zumeist bekannter.

auch interessant ist folgende Erkenntnis:

Der Zusammenhang von Wissen und Gefallen zeigt sich explizit auch für Brandenburg: Bei Kennern hat Brandenburg – wie erwähnt – einen Sympathiewert von 2,7, bei Nicht-Kennern nur 3,4.

Auch dies ist spannend:

In Westdeutschland finden zudem Studierende Brandenburg als Zuzugsort tendenziell attraktiver; ebenso steigt mit zunehmendem Alter, höherer formaler Bildung und Einkommen die Attraktivität von Brandenburg als touristisches Ziel.

Man könnte also glatt auf die Idee kommen zu behaupten, daß Brandenburg so etwas wie das Theater- oder Opernhaus unter den Bundesländern sei – eher ruhig, gediegen, nicht Jedermanns Geschmack aber erstklassig und mit Niveau unterhaltend  –> Nur für Kenner! 😉

Eine weitere Aussage der Untersuchung bildet sogar einen tauglichen Ansatz für die Formulierung eines Wahlspruchs für das Land. So wurde festgestellt:

Das Eigenschaftenprofil für Brandenburg und die Brandenburger/-innen polarisiert wenig, kippt aber auch nicht ins Negative: bodenständig, freundlich, entspannt, verlässlich und aufrichtig werden am ehesten zugeschrieben, aber weniger tolerant, fortschrittlich, spannend und optimistisch.

Zu dem, was wir angeblich nicht sind, nur folgende Anmerkungen:

fortschrittlich – Fortschritt ist eine Frage des Standpunktes, der Blickrichtung und der Zielstellung.

tolerant – Wenn jemand von Haus aus freundlich und entspannt ist, wird er wohl kaum intolerant sein.

spannend – Spannend ist zwar kurzweilig aber doch das Gegenteil von bodenständig. Spannung  wird mitunter auch durch Ungewissheit und Unberechenbarkeit erzeugt, das wollen wir doch niemandem zumuten, oder?

optimistisch – nun, man kann nicht alles sein. Und wenn der Märker eher der knorrige Typ ist, dann ist offensichtlicher Optimismus nicht so Seins. Auch schrullige Angewohnheiten können ein sympathisches Bild prägen und manchmal ist aufgeregter Optimismus auch nur dümmliche Naivität.

Mit den Eigenschaften, die uns laut der Untersuchung aber zugewiesen werden, sollten wird doch als Charakterisierung sehr gut leben können, oder?

bodenständig, freundlich, entspannt, verlässlich und aufrichtig

So würde ich Menschen beschreiben, von denen ich mir auch des Nachts gern den Weg beschreiben lasse und bei denen ich keine Beklemmungen bekomme, wenn sie mich ganz spontan auf ein Gläschen Brandenburger Obstwein in ihren Vorgarten einladen.

Auch erinnern mich diese Charaktereingenschaften doch sehr an den Wahlspruch des historischen Roten-Adlerordens „SINCERE ET CONSTANTER“ – „aufrichtig und beständig“

Und voila! Fertig sind Wahlspruch des Landes und Slogan für eine „Imagekampagne“ Brandenburgs.

Brandenburg –
                         sincere et constanter
                                                  ….. nur für Kenner

Der Orden mag eine Stiftung des Hauses Brandenburg-Bayreuth sein, wurde aber am Ende des 18. Jh. die zweithöchste Auszeichnung Preußens und lebt in seiner optischen Ähnlichkeit oder auch nur gefühlt – ohne Wahlspruch – im Verdienstorden des Landes Brandenburgs bis heute weiter.

Wir sollten nicht den Fehler begehen und uns mit einem Spruch à la Sachsen-Anhalt „Willkommen im Land der Frühaufsteher“ auf lächerliche Art und Weise bekannt machen. Zumal die Sachsen-Anhaltiner, ebenso wie die Brandenburger, aufrgrund des Pendelzwanges zur Arbeitsstätte früher aufstehen müssen als andere.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns „MV tut gut“ mag ein wirklich schöner Spruch sein, klingt aber irgendwie auch ein wenig wie die letzte Entscheidung kurz vor Abgabetermin des ersten Agenturentwurfs.

Baden-Württembergs „Wir können alles, außer Hochdeutsch“ ist originell und prägt sich auf sympathische Weise ein. Ein vermeintliches Defizit wird als charmante Eigenschaft dargestellt. Die Tatsache, daß Baden-Württemberg den Spruch erst angeboten bekam, nachdem ihn Sachsen abgelehnt hat zeigt aber auch, daß er leider doch beliebig ist.

Und auch unser bisheriges „Neue Perspektiven entdecken“ ist an Beliebigkeit nur schwer zu übertreffen. Eine Charakterisierung von Land und Leute findet mit diesem Spruch nicht statt und ich bezweifle doch sehr, daß ein solcher Slogan bei auswärtigen Entscheidern für Investitionen einen Anteil daran gehabt haben könnte, auch nur einen Euro locker machen zu wollen.

Brandenburg gehört zu den ältesten Kulturlandschaften Mitteleuropas, damit sollten wir arbeiten und auch gewisse Eigenheiten gepflegt in den Vordergrungd stellen. Man muß wissen, wie man uns nehmen muß, dann klappt es auch mit fast allem…. Wir sollten uns nicht bemühen ein neues Bild zu kreieren, uns ein neues Image verpassen zu wollen, etwas zu behaupten, daß zwar schön klingt, aber mit Land und Leuten wenig gemein hat und von den Brandenburgern dann eher belächelt wird. Nein, wir sollten uns darauf besinnen das Vorhandene zu beschreiben und charmant darzustellen. Das wirkt dann auch auf uns Einheimische identitätsfördernd.

Und so würde ich mich freuen, wenn mich bei meiner Heimkehr von verschiedenen Reisen in andere schöne Regionen Europas an der Autobahn ein Schild in dieser Art begrüßen würde:

Dabei stört es eben nicht, daß vielleicht nicht jeder sofort weiß, was „dieser lateinische Spruch“ bedeutet. Der Interessierte findet es heraus*. Und die Uninteressierten? Tja, Filterfunktion erfolgreich!

In diesem Sinne

Mehr Brandenburg wagen!

 

*
Um den Ängstlichen und Vorsichtigen unter uns gerecht zu werden, kann man ja einige hundert Meter nach dem Willkommensschild auch noch ein Schild mit der Aufforderung den Beifahrer googeln zu lassen aufstellen bzw. auf die Entfernung zum nächsten Parkplatz respektive zur nächsten Raststätte (voller Brandenburger Produkte 😉 ) verweisen

 

 

 

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